Der Scheinwerfer lenkt Licht durch Bündelung der Lichtstrahlen in eine Richtung. In unserem Blog geht es um kontroverse Betrachtungen der Jetztzeit, die durch sehr unterschiedliche Autoren gewährleistet wird. Wir sind satirisch, nicht immer politisch korrekt, aber ehrlich und direkt. Wir haben die Schnauze voll von der Herrschaftsrhetorik der Politik und der Allmacht des Kapitals. Wehrt Euch, werdet Teil der Bewegung und werft das Licht auf die Schattenseiten!
Samstag, 26. November 2011
Pizza ist Gemüse - Das hat das US-Repräsentantenhaus jetzt festgelegt
Hat jemand schon Pizza von Bäumen gepflückt, aus der Erde geerntet
oder auch immer schon gedacht: Pizza ist ungesund, dem lehrt das US-Repräsentantenhaus jetzt was anderes.
Die mächtigste gesetzgebende Institution der Welt hat es jetzt festgelegt.
Pizza ist ab sofort per Gesetz Gemüse. Unglaublich. Da haben Lobbyisten ganze Arbeit geleistet. Begründung: Die Tomatensoße.
Den kompletten Artikel lesen ( ABC-News ):
http://www.abc.net.au/news/2011-11-17/us-rules-pizza-sauce-is-a-vegetable/3676284
Montag, 21. November 2011
Polizeigewalt & Medienblackout
Die letzten Tage war ich sehr in Gedanken versunken und schockiert über die Ereignisse. Bereits letzten Dienstag wurde wie bereits berichtet in einer konzertierten Aktion über 15 Camps in den USA aufgelöst - unter Einsatz von Gewalt und ohne jeglichen Respekt vor zivilem Ungehorsam.
Am Donnerstag rief dann die "Occupy Wall Street"-Bewegung zu einem "Day of action" auf. Aktionen fanden in den gesamten USA statt. Ich möchte mich hier auf die Ereignisse aus New York beschränken. Bereits in den frühen Morgenstunden zogen hunderte (nach den Bildern, die ich vom Livestream gesehen habe eher tausende) durch die Straßen mit dem Ziel, die Eröffnung der Börse an diesem Tag zu verhindern.
Die Polizei sperrte die Gehsteige - also zog es die Bewegung auf die Straße. Es war laut und reichlich chaotisch, da die Demonstaranten immer wieder umdrehen mussten, sich neu formieren mussten oder sich aufteilten, um aus verschiedenen Richtungen zur Wall Street zu gelangen.
Der Polizei gelang es mit massiven Barrikaden die Protestierenden daran zu hindern, ihr Ziel zu erreichen. Ironischerweise war es dann die Polizei, die vielen Beschäftigten den Zugang zur Börse massiv erschwerte.
Hierzu ein guter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung:
Nach Räumung des Protestcamps: Polizei okkupiert die Börse
Doch die Proteste hielten den gesamten Tag an. Nächster Ort der Versammlung war der Foley Square. Hier hatten sich sicher 15.000 Menschen versammelt. Zu dem Zeitpunkt gab es auch noch Luftbilder von CNN; diese brachen kurze Zeit später ab. Wie schon in der Vergangenheit geschehen, wurde der Luftraum über Manhattan abgesperrt: eine klare Medeinzensur.
Glücklicherweise gab es Livebilder von einem mutigen Livestreamer, der immer wieder sehr erfolgreich die Athmosphäre auf der Straße und den Plätzen einfing. Immer wieder wurde deutlich, wie stark Journalisten in der Ausübung ihrer Arbeit behindert wurden.
So erreichte der Stream bis in die Abendstunden bereits über 600.000 Zuschauer. Beachtlich!
Am Abend zogen die Demonstranten über die Brooklyn Bridge.
Alles in allem sicher eine gelungene Aktion. Das Medienecho hingegen ist erschreckend. So wird die Bewegung von vielen Journalisten klein- oder gar todgeredet. Doch ich möchte auf die positiven Ausnahmen eingehen. Hier ein Artikel zu den Ereignissenin New York am vergangenen Donnerstag:
New York: Tausende Demonstranten rücken auf Wall Street vor
Bewegtbilder aus dem Nachtmagazin: tagesschau.de: Nachtmagazin vom 18.11.11
Was der Verlust von öffentlichen Versammlungsräumen in den USA bedeutet, erläutert Michael Levitin, Chefredakteur des Occupied Wall Street Journal im Interview mit zeit-online:
zeit.de: Protest: "Occupy hat ein neues Stadium erreicht"
Es geht also um eine Fortentwicklung der Bewegung. Es geht darum, einen festen Platz in der öffentlichen Wahrnehmung zu erreichen. Darauf geht auch ein sehr guter Artikel ein:
freitag.de: Die Zeit der Unbeschwertheit ist vorbei
Meine Prognose geht dahin, dass es weiter einzelne Aktionstage geben wird; darüberhinaus ist jede Gruppe gefragt, eigene Ideen zu entwickeln, wie das Thema in die Öffentlichkeit getragen werden kann. Und zentral wird eine weitere Vernetzung sein. Was ich mir sehr wünsche ist die Etablierung eines alternativen Medienportals, in dem man auf gelungene Ideen, Beiträge und Information zugreifen kann.
Der Bildungsauftrag steht massiv im Vordergrund; denn die Bewegung kann sich nur weiterentwickeln, wenn sie noch stärker zusammen arbeitet und vor allem Interessierte mit fundierten Informationen versorgt.
Eine Liste mit guten Links bietet der "babyshambler" an. Beeidruckend, was sich in den letzten Monaten alles entwickelt hat:
the-babyshambler.com: Vernetzt Euch!
Ein spannender Beitrag von der selben Website, dieich im Übritgen nur empfehlen kann, geht intensiv auf die Rolle der "Konzernmedien" ein:
Die Konzernmedien und „occupy“/#globalchange – Eine Replik
Gelingt diese Vernetzung weiterhin, mache ich mir keine Sorgen, dass die Bewegung den Winter überstehen wird und dann setehen spätestens im Frühjahr ganz andere Möglichkeiten offen!
Zum Abschluss noch drei weiterführende Links:
Eine brilliante Idee aus Polen, die einmal wirklich zeigt, wie intensiv die Proteste sind und wie alles versucht wird, die entscheidenden Bilder unmöglich zu machen:
Occupy Airspace - Protest in Warschau
Eine Reise in verschiedene Protestbewegungen ermöglicht Arte: nach Spanien, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien und Griechenland
arte.tv: Die Empörten
Abschließend wieder "the babyshambler" mit einem sehr provokanten Artikel:
Der homo ignorans – Leitbild einer manipulierten Gesellschaft: Aktualisierte Fassung einer Diagnose
Mittwoch, 16. November 2011
Machtfaktor Erde
Ja, es gibt noch ausgesprochen gute Dokumentationen - sogar im ZDF. Bei dieser phantastisch recherchierten Dokumentationhandelt es sich um ein ganz besonderes Kleinod!
Es geht um Bodenschätze, Wasser und Machtstrategien, um sich die Vorrechte darüber zu sichern.
Wie dramatisch sich die Situation im Himalaya zuspitzt habe ich selbst gesehen. Das ist ja das gerade das Perverse; ob nun in der Südsee oder in anderen Paradiesen. Diese Regionen leiden unverhältnismäßig stark an dem, was die Industrienationen anrichten.
Schön, dass auch deutlich gezeigt wird, dass es neben China längst einen weiteren aufstrebenden "global player" gibt - Indien. Der Machtkampf zwischen den beiden ist brandgefährlich. Gerade in der Kaschmirregion zeigt sich das ganze Elend - es geht ums nackte Überleben.
Welche Folgen das Abschmelzen der Gletscher im Himalaya für Folgen hat ist erschreckend. Zwei Milliarden Menschen werden von den Flüssen mit Wasser versorgt, die dort entspringen.
Im zweiten Teil geht es um den Überlebenskampf ganzer Südseenationen, die vom steigenden Meeresspiegel bedroht sind. Außerdem widmet er einem zukünftigen Konflikt den richtigen Stellenwert - dem Nordpolarmeer.
Das alles macht mir wirklich Angst. Es braucht dringend Verständigung zwischen den Völkern, sonst gehen weltweit nach und nach die Lichter aus - und zwar in nicht all zu ferner Zukunft.
Dass Firmen wie Nestle Wasserressorvoirs in aller Welt aufkaufen finde ich unglaublich pervers - es werden irgendwann in naher Zukunft Menschen verdursten - genau neben dem Wasserreservoirs, die doch unverkäuflich sein müssten und den Menschen gehören, die rundherum leben.
Das macht mich so unglaublich zornig. Wann hören wir endlich auf die Wurzeln des Lebens zu vernichten?
Und vergessen wir nicht - Wir alle leisten dazu einen Beitrag!
zdf.de: Machtfaktor Erde
Dienstag, 15. November 2011
Solidarität mit Occupy Wall Street
breaking news:
Gericht erlaubt Rückkehr der Occupy-Aktivisten!
Quelle: rp-online.de
Liebe Leser!
Am gestrigen Tag ist der Scheinwerfer ein halbes Jahr alt geworden und wir nähern uns der 5000er-Marke für Seitenaufrufe. Danke für Euer Interesse!!!
Heute vor sechs Monaten begannen die landesweiten Proteste in Spanien - sicher inspiriert vom arabischen Frühling. Viel ist passiert in dieser Zeit und die Ereignisse überschlagen sich noch immer - freilich größtenteils ignoriert von den etablierten Medien.
In der vergangenen Nacht wurde "Occupy Wallstreet" unter Einsatz von Gewalt gestürmt. Einen Tag zuvor wurde das Camp in Oakland geräumt. Auch aus anderen Städten wird von gewaltsamen Übergriffe seitens der Polizei berichtet, die schwer gepanzert auftritt und agiert, als befände man sich im Kriegszustand.
Einen interessanten Audibeitrag der ARD ist sehr aufschlussreich:
Immer mehr US-Städte gehen Occupy-Bewegung vor
Was für Auswirkungen die undurchsichtigen Finanzspekulationen und damit einhergehende Korruption konkret haben, davon berichtet ein weiterer ARD-Korrospondent:
USA fürchten städtische Pleitwelle: Das Beispiel Jefferson-County
Die Geschäftsleute, die Millionen gespendet haben, um die Proteste zu unterdrücken, haben sich erstmal durchgesetzt. Für Donnerstag ist eine Lahmlegung des Wall-Street-Handels von Seiten der Besetzer des Zuccoti-Parks und Sympathisanten geplant. Nun also die Räumung. Ob die Protester zurückkehren dürfen ist noch unklar. Der Bürgermeister Bloomberg jedenfalls schützt vor, man wolle den Park reinigen und anschließend dürften die Protestierenden zurückkehren - allerdings ohne Zelt. Diese hat man praktischerweise zerstört...
Einen Ablauf der Ereignisse finden sich auf der offiziellen Website von "Occupy Wall Street":
Eine Presseschau findet sich auf der "Occupy Frankfurt"-Seite.
Die Occupy-Bewegung befindet sich nun also endgültig am Wendepunkt.
Interessant was Florian Hauschild schreibt:
Mehr Radikalität wagen - der Protest muss sich zuspitzen.
Ich würde es einfach Konsequenz nennen. Der Begriff Radikalität impliziert unter Umständen den Wandel hin zu Gewalt. Doch es geht um zivilen Ungehorsam - der mag zwar auch nicht immer legitimiert sein, aber muss keineswegs mit Gewalt einhergehen. Doch dazu ruft auch der Autor keineswegs auf.
Kurz möchte ich auch noch auf das Thema Stuttgart 21 eingehen. Sicher gibt es etliche Schnittstellen zwischen diesem lokalen Projekt und der "Occupy-Bewegung":
- mangelnde Transparenz
- undurchsichtige Finanzierung
- Lobbyismus
- direkte Demokratie
und etliche weitere Punkte. Im Umkehrschluss muss ein Anhänger der "Occupy-Bewegung" nicht zwangsläufig gegen das Projekt sein. Das hängt schließlich darum, wie man das Projekt bewertet; ob als Zukunftschance oder als größenwahnsinniges Immobilienprojekt.
Doch eines zeigt der Protest allemal: Es braucht Zeit, um zu wachsen und sich vernünftig zu positionieren.
Am 27.11. findet also die "Volksabstimmung" statt. Sicher ein erfreuliches Signal, auch wenn das Quorum schwerlich zu erreichen sein wird und insgesamt sehr fragwürdig ist, ganz Baden-Württemberg abstimmen zu lassen und nicht allein die wirklich betroffenen Stuttgarter Bürger. Trotzdem kann ein Signal von der Abstimmung ausgehen.
In krassem Gegensatz dazu steht, dass die Polizei einen "D-Day" plant. Mal ganz abgesehen davon, dass dieser Begriff nicht nur unglücklich ist, sondern pervers - wenns wie bei der Landung der Allierten in der Normadie zugehen sollte, dann gute Nacht...
9000 Polizisten sollen also in drei Schichten darüber wachen, dass Protest keine Chance hat. Eine sehr sehr heikle Angelegenheit - mit diesem Aufgebot soll sichergestellt werden, dass die Baumfällarbeiten und der unter Umständen gleichzeitig stattfindende Abriss des Südflügels des Bahnhofs reibungslos verläuft.
Das halte ich für völlige Utopie; dieses Aufgebot wird eher als Provokation verstanden werden müssen - und bereits jetzt gibtes immer wieder gewaltsame Übergriffe zwischen Anhängern und Gegnern des geplanten Teifbahnhofs. Für den Ernstfall steh bereits Gefängnis-Container auf dem Canstatter Wasen bereit.
Das kann ja heiter werden...
Wer weiterführende Informationen zu dem Thema erhalten will, sei auf die intensive Arbeit von "Flügel-TV" verwiesen. Über Stuttgart 21 wird genug berichtet - ich möchte mich weiter auf dei "Occupy-Bewegung" fokussieren.
Und damit möchte ich auch für heute enden. Ganz gleich ob die etablierten Medien die Bewegung weiter weitesgehend ignorieren und auch wenn die Polizei versucht einzuschüchtern und trotz aller Vereinnahmungsversuche von ganz gleich welcher Seite. Uns wird man nicht mehr totkriegen!
Stellenweise bin ich entsetzt über die Gewalt der Polizei. Doch viel zorniger bin ich über diejenigen, die den Polizisten den Einsatzbefehl geben. Die Verflechtung von Finanzspekulanten, Medienkonzernen und Politikern muss unbedingt zerschlagen werden. Sie verhindert echte Demokratie.
Und wenn ich in die USA schaue und sehe, wie mit den fastausschließlich friedlichen Demonstranten umgegangen wird, fällt mir nur eins ein:
SHAME ON YOU!
Ich erkläre meine uneingeschränkte Soildarität zu denen, die unter Gewalt leiden mussten. Stay strong!
Sonntag, 13. November 2011
Protest & Medien
Ein mutiger Mann mit einer starken Aussage steht am Anfang dieses Blogs. Auch wenn man nicht zu Gott greifen muss, Steve Jobs vergöttern muss (denn bei allem Wissen über die Bedeutung von Twitter auf Handys für den Protest hat er Apple zu einem der wichtigsten und manipulativsten Unternehmen der Welt geformt) und der Redner auch sonst etliche Plattitüden auf Lager hat, so spricht er einige unbequeme Wahrheiten an:
- DieVerflechtung von Medien und Witschaft
- den Zusammenhang von unabhängigen Medien für die Demokratie
- Den Verlust des Vetrauens in die etablierten Medien vor allem junger Menschen
- die Bedeutung der Medien als "4. Gewalt"; diesem Anspruch wird sie schon lange nicht mehr gerecht
Brandrede Farrakhan's an Vertreter der Mainstream-Medien
Daher ist die Bedeutung des Informationsaustausch sowohl über Blogs unt unterschiedlichste Netzwerke so wichtig aber vor allem der persönliche Austausch in der Öffentlichkeit. Dieses Gut kann man gar nicht hoch genug einschätzen! Daher braucht es einen langen Atem für die Proteste; weil wir erst genug Menschen auf die Straße bringen werden, wenn genug Menschen verstanden haben, was eigentlich wirklich geschieht.
Um Henry Ford zu zitieren:
"It is well that the people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning."
Gestern waren 10.000 Menschen in Frankfurt und 8000 Menschen in Berlin erfolgreich jeweils eine Menschenkette um das Regierungs- und das Bankenviertel zu bilden. Gerne hätte ich von vor Ort berichtet. leider war das aus gesundheitlichen gründen nicht möglich. Auch wenn Nachrichten über dieses Event nicht zensiert wurden, so ist es doch erschütternd, dass dieses Thema zu einer Randnotiz verkommen ist. Als ob das kein eindruckvolles Signal wäre...
Im übrigen liegt der Verdacht nahe, dass Nachrichten stellenweise zurückgehalten werden und erst zeitverzögert auftauchen.
Da ich möglichst unterschiedliche Quellen nutzen möchte hier der Bericht des ZDF-Heute-Internteauftrittes:
heute.de: Tausende bei Anti-Banken-Demo in Berlin und Frankfurt
Das ZDF ist ja tendentiell eher unvderdächtig politisch links zu sein. Der Beitrag schafft es jedoch nicht in die Abendnachrichten.
die Aktion war von ATTAC, CAMPACT und kleineren Organisationen geplant. Und es war eine tolle Aktion; vielleicht ist es wirklich an der Zeit an Kooperationen zu denken. Für Verinnahmung ist die Occupy-Bewegung nun wirklich sensibilisiert. Es wird Zeit nach vorne zu schauen und darüber zu diskutieren, wie es mit der "Occupy"-Bewegung in Deutschland weiter gehen kann. Geduld ist gefragt, aber jeder muss sich nun Gedanken machen, wie wir mehr Menschen mit ins Boot nehmen wollen!
Ein sehr interessantes Interview mit der ATTAC-Mitgründerin Jutta Sundermann:
fr-online.de: Anfang einer neuen Welle
Viele "Prominente" wenden sich langsam dem Thema zu. Hier noch ein sehenswerter Beitrag:
Heike Makatsch / Jan Josef Liefers - Steuer gegen Armut
Wir müssen mehr Künstler aus allen Sparten für die Sache gewinnen. In den nächsten WOchen wird sich entscheiden, ob die "Occupy-Bewegung" durchhält und zu einer gemeinsamen Sprache findet. Dabei bin ich sehr optimistisch. Totzukriegen ist die Bewegung kaum; dafür haben zuviele menschen bereits zuviel investiert...
Solidarische Grüsse!!!
Donnerstag, 10. November 2011
Ausblick auf den 11. und 12. November 2011
Morgen ist wieder ein großer Tag. Für den 11.11.11 sind wieder weltweite Proteste angesagt. Hier in Deutschland ist am Samstag, den 12.11. eine "Umzingelung" von Regierungsviertel in Berlin und Finanzdistrikt Frankfurt geplant. Der Aufruf kommt von Campact und ATTAC und vielen kleineren Organisationen. Das halte ich für eine sehr gute Aktion, um ein Symbol auszusenden. Vielleicht wollt ihr ja auch dabei sein?!?
Hier auch ein Video, das auch sehr gut zeigt, was am letzten Aktionstag am 15.10. weltweit gelaufen ist. Leider berichten die etablierten Medein ja nur sehr wenig davon:
World R-love-ution 11.11.11
Sehr erfreulich auch wie klar sich Dirk Müller (bekannt als "Mister Dax") zum Thema Demokratie und Finanzspekulation äußert. Danke dafür!
Westart 06.11. : Occupy-Bewegung, Zukunftsaussichten, Wirtschaftsethik
Einen Blick über den Tellerrand bietet einmal mehr Slavoj Zizek in gut verständlichem Englisch:
aljazeera.net: Slavoj Zizek: "Now the field is open"
Danke an Zetwal für den Hinweis auf dieses interessante Interview!
Ein ARD-Beitrag zeiht auf, wie schnell sich die SItuation auch in Deutschland verschärfen würde. Der "Vorstoß" von Frau Merkel zum Mindestlohn würde im Übrigen nur die Armut zementieren - liegt das Einkommen dann noch immer unter der Armutsgefährdungsgrenze, würde also nur das bestehende Ungleichgewicht zementieren. Im Übrigen kann einem die SPD leid tun. Bald gibts da nichts mehr zu klauen... Aber das Dilemma hat man dort am Ende selbst zu verantworten. Hier der Bericht:
tagesschau.de: Fast jeder Sechste in Deutschland muss Armut führen
Und das in einem Land mit unglaublichem Reichtum, der allerdings nur ein kleiner Teil der Gesellschaft aufgehäuft hat. Das sagt doch alles über den systematischen Irrsinn!
eine humoristische Annäherung bietet die Plattform "CollegeHumor" - "We are the 1%"
collegehumor.com: "we are the 1"
Nicht umsonst boomt Kabarett und Satire in diesen wahnwitzigen Zeiten. Ich bin sehr gespannt auf die nächste Zeit. Es bleibt ausgesprochen spannend! Seit gestern gibt es auch ein Camp in Berlin.
Solidarische Grüsse!
Mittwoch, 9. November 2011
Lebensmittelspekulation
Ein riesengroßer Skandal, Menschen ihre Lebensgrundlage zu entziehen. Das macht mich so unglaublich wütend! Wie kann man nur so menschenverachtend handeln? Die Akteure gehören verurteilt!
Frontal 21: Spekulanten treiben Lebensmittelpreise
Vor kurzem hatte ich einen Beitrag verfasst, in dem ich auch auf Somalia eingegangen war. Dazu passt dieses Fundstück von xtra3 wie die Faust aufs Auge. Das Thema kann man aktuell nur noch zynisch behandeln; zumindest solange Wirtschaft über Herzen siegt:
Extra3 - Sendung mit dem Klaus - Piraten vor Somalia
Alleine schon deswegen lohnt es sich die Empörung auf die Straße zu tragen!
Dienstag, 8. November 2011
Denkanstöße
Viel ist passiert seit dem letzten Eintrag. Diesmal möchte ich mich auf ein paar Anmerkungen und eine Reihe interessanter Links beschränken. Es kostet manchmal viel Kraft all diese Informationen zu bewerten und filtern, um sie Euch hier zur Verfügung zu stellen. Zumal der Occupy-Gedanke schließlich nur auf der Straße wirklich an Bedeutung gewinnt und es hier in Stuttgart aufgrund der (noch) sehr überschaubaren Bewegung viel Präsenz des Einzelnen erfordert. Ein Dank an dieser Stelle an Alle, die sich so sehr engagieren und sich von der Hemmschwelle nicht abschrecken lassen! Ich kann nur sagen, es lohnt sich in jedem Fall!
So möchte ich auch starten mit dem Verweis auf den Beitrag von fluegel-tv, der nun zur Verfügung steht. Es handelt sich um eine Interview-Dokumentation, die sehr gekonnt Stimmungen und Haltungen einzelner Beteiligter der Occupy-Bewegung und von Außenstehenden einfängt. Ein sehr gelungener Zusammenschnitt:
Flügel-TV: Occupy Frankfurt - eine Interview-Doku
Gerne verweisen möchte ich auch auf den Blog von einem Hamburger Pärchen, die sich auf eine Reise zu einzelnen Camps in Deutschland aufgemacht haben. Zwei sehr sympathische Menschen, die sehr unterschiedlich bewerten, was sie unterwegs erlebt haben. Wer sich also schlau machen möchte was in Berlin, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf oder in Hamburg in den Camps bzw. den einzelnen Bewegungen entsteht, sei auf ihren sehr spannenden Blog verwiesen:
Für eine bessere Welt
auch sie waren im Gespräch mit Flügel-TV. Der Beitrag und weitere Videos zum Thema "Occupy" finden sich hier.
In den USA hat die Occupy-Bewegung längst einen ganz anderen Stellenwert gewonnen. In hunderten von Städten gibt es bereits bemerkenswerte Bewegungen. Die Polizei dort hat versucht, mit dem Einsatz von Gummigeschossen, Tränengasbomben und anderen höchst fragwürdigen Mitteln versucht, Herr der Geschehnisse zu bleiben, damit jedoch den Protest noch weiter verstärkt.
Ob darin das Kalkül liegt, die Bewegung zu radikalisieren oder ob es sich stellenweise um Ratlosigkeit und Aktionismus der Einsatzkräfte handelt ist mir unklar. In jedem Fall ist es absolut verabscheuenswert, wenn - wie in Oakland geschehen - ein Polizist eine dieser Tränengasbomben in einer völlig übersichtlichen Situation in eine kleine Gruppe von Helfern wirft, die herbeigeeilt ist, um einen bereits am Kopf verletzten Demonstranten zu versorgen und aus der Gefahrenzone zu bringen. SHAME ON YOU!
In jedem Fall hat die Bewegung dort einen Punkt erreicht, an dem ich überzeugt bin, dass er sich langfristig festsetzen wird und das ist sehr erfreulich. Schließlich geht es immer noch viel um Symbolik und es muss erstmal gelingen, die Themen der Occupy-Bewegung im Bewusstsein der Menschen tief zu verankern.
Im übrigen gibt es Proteste auf allen Kontinenten, auch wenn die Mainstream-Medien nahezu gar nicht darüber berichten.
Hier in Deutschland geht es viel um Vereinnahmung der Bewegung. Ich denke jedoch, dass die Bewegung sich nicht unter Druck setzten soll, sondern sich die Zeit nehmen soll, die Basisdemokratie einfach benötigt, um zu konsensfähigen Forderungen zu gelangen. Schnellschüsse wären fatal. Doch natürlich müssen diese Forderungen kommen. In der Interview-Doku klingt es an: Wieso fordert man von einer Bewegung, die in Deutschland gerade seit drei Wochen öffentlich existiert, bereits Lösungen, die Politiker seit Jahren nicht finden? Das ist doch absurd. Die Bewegung gibt es doch genau deswegen - weil sich eben nichts ändert und die Finanzindustrie weiter ihr großes Rad dreht.
Definitiv gibt es viele Themen, die angegangen werden müssen und zu den es Forderungen bedarf:
Sozialsysteme, Datenschutz, Generationengerechtigkeit, Kartellbildung, Klimaschutz und viele mehr.
Noch ein paar Worte zu Griechenland. Dort geht es bei vielen Menschen ums letzte Hemd. Auch wenn man sicher nicht begeistert sein muss über die Art und Weise wie es zu dem Referendum gekommen war, so handelt es sich in meinen Augen um die absolut richtige Entscheidung. Endlich das Volk zu befragen über das politische Handeln. Mit Erschrecken habe ich die Folgen regisitriert. Der sicher zu Recht umstrittene Papandreou wird zum "Rapport" nach Cannes einbestellt, wo im die Pistole auf die Bruste gesetzt wird. Finanzielle Hilfen gibt es nur ohne Einbeziehung des Volkes. Das zeigt doch das ganze Dilemma: Demokratie bedroht die existierenden und beherrschenden Systeme. Das sagt doch fast Alles.
Ich hoffe sehr, dass diese aufkeimende, neue Basisdemokratie diese Systeme von Grund auf erneuert!
Denn sonst wird es irgendwann sehr hässlich enden.
Im Moment ist es wichtig, dass sich mehr Menschen in die Diskussion darüber einbringen, sich Informationen verschaffen und diese weiterleiten. An einer "Assamblea" teilzunehmen allein, ist ein großer Gewinn. Denn wer von uns hat schon wirklich Erfahrung gemacht mit direkter Demokratie?
In der jeder sich äußern darf und man nach und nach zu konsensfähigen Lösungen gelangt. Ohne Hierarchie und Wortführer.
Noch passiert alles im Kleinen, doch es entsteht gerade etwas Neues und es lohnt sich, sich einfach mal dazu zu gesellen und zu beobachten, wie man miteinander umgeht und was gelebte Solidarität wirklich bedeuten kann.
Da scheinbar viele oft noch ratlos sind, wo man zu wirklich wertvollen Informationen gelangen kann, zum Abschluss noch eine kleine Linkliste:
thebabyshambler
Jacob Jung Blog
Der Freitag
spiegel.de: S.P.O.N. - Die Kolumnisten
Außerdem gibt es auch im Blogroll in der echten Seitennavigation weitere Blogs...
Auch im Fernsehen gibt es nach wie vor spannende Formate:
ZAPP, Xtra3, Aspekte, Kulturzeit, vis-a-vis, Panorama und einige weitere Vertreter unverfälschten Journalismus...
Ein besonderes Kleinod: Retsina Film: Neues aus dem Schwarm
Mit großer Freude habe ich registriert, dass zunehmend Leser aus den USA, Russland, den Niederlanden, aus der Schweiz und Österreich, Frankreich, Lettland, aus Großbrittanien und Finnland Interesse am Scheinwerfer haben.
Herzlichen Dank für euer Interesse!
Montag, 31. Oktober 2011
Besuch im Camp vor der EZB in Frankfurt
Hier also der Bericht vom Besuch im „Protestcamp“ vor der
Europäischen Zentralbank in Frankfurt…
Mittags ging es von Stuttgart aus los. Ich befand mich in
der äußerst angenehmen Gesellschaft von Robert und Putte von Flügel-TV. Während
die beiden mithilfe ihres selbstgebastelten Übertragungswagen Livebilder und
Interviews einfangen wollten, war meine persönliche Motivation, einmal wirklich
den „Geist“ der Protestbewegung zu atmen, nachdem ich bereits seit geraumer
Zeit den „Occupys“-Gedanken lebe. Gleichzeitig wollte ich lernen und möglichst
viele Impulse aus Frankfurt mitnehmen.
Bereits die Hinfahrt war ein absolutes Highlight, bot
Gelegenheit einander kennen zu lernen und die Jetztzeit aus unterschiedlichen
Perspektiven unter die Lupe zu nehmen und sich intensiv auszutauschen. Eine
sehr schöne Einstimmung.
In Frankfurt angekommen war ich erst mal überrascht, wie
zentral das Camp in Frankfurt liegt. Mitten im Innenstadtkiez. Wir fragten
einen Fußgänger nach dem Weg. Dieser versicherte uns, kein Deutsch zu sprechen
doch auf die direkte Frage von Putte: „Where ist he revolution?“ antwortete er
ohne einen Sekundenbruchteil zu zögern: „Left!“; Wo auch sonst…
Schließlich erreichten wir unser Ziel; eine Zeltstadt,
umzingelt von riesigen Bankengebäuden, wie ein gallisches Dorf. Während die Demonstration
mittags wieder zwischen 1500-3000 Menschen (je nach Quelle...) Demonstrationen angezogen hatte, waren hier schätzungsweise
250 Menschen versammelt, die gerade einem „Poetry Slam“ lauschten. Insgesamt
sinken die Zahlen bei den Demonstrationen der „Occupy Frankfurt“-Bewegung doch
gleichzeitig wächst die Beteiligung auf dem Platz vor der EZB. So wurde uns
zumindest glaubhaft beschieden. Und darum geht es ja schließlich.
Um eine reale
Vernetzung, um Diskussionen und um eine schritthafte Entwicklung hin zu einem
Konsens über konkrete Forderungen der Teilnehmer. Ein echtes Demokratieprojekt,
das noch in den Kinderschuhen steckt, was jedoch allen Beteiligten klar ist.
Und es handelt sich um ein ehrgeiziges Projekt, schließlich ist der Teilnehmerkreis
ausgesprochen bunt und vielschichtig und es ist richtig, sich Zeit zu nehmen
und nicht mit Schnellschüssen das vorhandene Potential zu zerstören. So gerne
das mancher Entscheidungsträger aus Politik und Finanzwirtschaft wünschen
würde. Doch auch in anderen Camps rund um den Global wird noch gerungen um konsensfähige Positionen und eine Vernetzung unter den Camps findet gerade statt.
Es gibt Versuche verschiedenster Interessengruppen, die Bewegung zu
unterwandern oder zu vereinnahmen, von ganz linken bis hin zu ganz rechten
Tendenzen. Das zeigt deutlich die Relevanz der Thematik der Protestbewegung
auf. Und so vorsichtig man sein muss, um fragwürdigen Akteuren ein Plenum zu
bieten, so braucht es im Moment jeden, der sich in die Diskussion einbringt,
solange er für sich spricht und keine Werbung für eine andere Sache macht.
Doch jetzt erst mal hin zu den Emotionen im Protestcamp.
Deutlich merklich war von Anfang an, dass es sich um einen Platz handelt, der
unweit entfernt ist von sozialen Brennpunkten Frankfurts. Gleichzeitig liegt er
so zentral, dass viele Bürger durch das Protestcamp bewegen; manch einer bleibt
stehen, hört ein wenig zu, andere können offensichtlich wenig mit den Protesten
anfangen und wieder andere bleiben.
Eine unheimliche Symbolkraft geht von den Zelten aus. Das
Zelt der Essensausgabe, die durch Spenden Frankfurter Bürger und Institutionen
ermöglicht wird befindet sich direkt vor dem riesigen illuminierten
Eurozeichen. Und so oft man aufgrund der heimeligen Athmosphäre vergisst, wo
man sich eigentlich befindet – ein Blick nach ganz weit oben hin zu den "Palästen des Kommerz" erinnert einen
unwillkürlich daran, wie richtig dieser Platz für den Protest ist und wie
dringend die Problematik der noch immer ungebremsten Finanzmärkten tatsächlich ist.
Ein
spannungsgeladener Kontrast.
Eine Person wird mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Ein
Tellerwäscher, der uns mit leuchtenden Augen verrät, dass er bereits seit den
frühen Morgenstunden wie ein Weltmeister spült. Freimütig erzählt er, warum er
hier ist und was für eine neue Erfahrung er gerade macht. Er berichtet seit 15
Jahren auf der Straße zu leben und als Kind im Heim aufgewachsen zu sein. Dass
er schon seit Ewigkeiten ein Einzelgänger ist, was auch nötig ist, um auf der Straße
zu bestehen.
Und nun steht er hier seit 4 Tagen und erlebt vielleicht
erstmalig in seinem Leben, was eine Gemeinschaft sein kann und wie wertvoll
gelebte Solidarität ist. Nun wird er gebraucht. Und er hat sich entschieden,
Teil von etwas zu werden, das der Beginn einer neuen Solidarität sein kann, die
wir so dringend brauchen, um die Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu
werden.
Man bekommt Gänsehaut, wenn man seinen leisen und
nichtsdestotrotz kraftvollen Worten lauscht.
Er weiß, was es bedeutet, missachtet und ausgestoßen zu
werden, doch hier steht er und bringt sich ein und zeigt, dass er gewillt ist
seinen Beitrag zu leisten, ohne etwas zu erwarten. Er hat Hoffnung und das ist
unglaublich wertvoll. Vielen herzlichen Dank!!!
Leider wurden wir an diesem Tag nicht Zeuge einer Assmblea –
einer Versammlung angelehnt an die spanische Demokratiebewegung – doch das wird
definitiv nachgeholt – mir gefällt die Parallele zur griechischen Agora – einem
Forum von Bürgern, asu dem die Demokratie in Griechenland einst entstanden ist.
Die Impressionen waren vielfältig – genau wie die Anewsenden.
Natürlich kommen auch Junkies und Anarchos – viele von ihnen fühlen sich schon
lange heimatlos und die bestehende Politik von Zins und Zineseszins und auf der
anderen Seite Verschuldung mit ebenfalls horrenden Zinsen wird noch zu einer
Verschärfung des sozialen Gefälles auch hier in Deutschland führen. Daher sollte man sich hüten, davon zu sprechen diese Menschen würden der Bewegung schaden. Sie sind ein Teil und haben jede Berechtigung sich zu zeigen, so sehr mancher sie gerne weiter ignorieren würde.
Doch genauso findet man gutbürgerliche Besucher und
stellenweise auch Banker.
Genauso vielfältig war das Programm. Vom Poetry Slam über
harte Rockmusik und soulige Klänge bis hin zur tanzbaren Elektromusik gab es
ein vielfältiges Bühnenprogramm.
Definitiv möchte ich diese Eindrücke vertiefen und bin auch
segr gespannt auf die Interviews im Zusammenschnitt von Flügel-TV. Ich werde
darauf verlinken, sobald dieser Beitrag bereit steht.
Herzlichen Dank an all die Menschen in Frankfurt, die
stellvertretend für sehr viele andere dort die Stellung halten und dieses
Demokratieprojekt wagen.
Außerdem möchte ich wärmstens diesen ZDF-Beitrag empfehlen:
Bilder finden sich im Beitrag von gestern etwas weiter unten...
Solidarische Grüße und auf sehr bald!!!
Hartz IV: Ohne Lohn bei Amazon?

Spart sich das Unternehmen Amazon durch die Einrichtung einer Praktikumszeit Lohnkostenzahlungen auf Kosten des Steuerzahlers? Hartz IV Bezieher müssen zwei Wochen ohne Lohn arbeiten.
Den Artikel bei "gegenhartz4" lesen:
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-ohne-lohn-bei-amazon-1618811.php
Sonntag, 30. Oktober 2011
Occupy Frankfurt
Gestern war der Scheinwerfer gemeinsam mit Flügel-TV zu einem Solidaritätsbesuch in Frankfurt. Danke an Putte und Robert an dieser Stelle. Es war super spannend und wir wohl nicht der letzte Besuch dort gewesen sein. Es gab die ganze Bandbreite von Emotionen zu bestaunen und zu teilen. Gänsehautfeeling!
Ein ausführlicher Bericht wird morgen folgen. Nach über einer Woche Dauer-Occupy ist heute erst mal Pause angesagt. Ich bin auch sehr gespannt auf die Interviews und den Zusammenschnitt von Flügel-TV.
Für den Moment lasse ich Bilder sprechen:
Freitag, 28. Oktober 2011
der Überwachungsstaat
Bemerkenswerter und schockierender Bericht aus der Sendung "Kontraste" zum Thema Überwachung:
weiterer Bericht aus der "Kulturzeit" zum selben Thema:
Innenpolitisch gibt es eigentlich kaum noch Dinge, die mich wirklich schocken. Schließlich erwarte ich von dieser Bundesregierung nichts wirklich Gutes mehr. Doch diese beiden Berichte haben es geschafft.
So weitbist es also schon gekommen. Schlimm genug, welche Dauerüberwachung bereits heute besteht. Daten von jedem Bürger werden dauerhaft erfasst. Richtig problematisch wird das dann, wenn Daten verknüpft werden. Eine Rasterfahndung - höchst umstritten sogar zu Teiten der RAF - ist einfacher denn je geworden.
Nun sorgen weitere Vorstöße von ELENA, einer Krankenversicherungskarte, die alle Krankheitsdaten speichert und verteilt bis hin zu INDECT zu einer weiteren Verschärfung.
INDECT verstößt eindeutig gegen geltendes Recht - das ist den Verantwortlichen aus Industrie und Politik bewusst, doch es stört Niemanden. Mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit wird darauf hingewiesen, es handle sich eben um ein profitables Geschäft. Man geht noch weiter. Ich hoffe natürlich sehr, dass diese Drohnen in Deutschland nicht durchsetzungsfähig sein werden; sonst werde ich dem Land endgültig den Rücken kehren,
Es würde eine massive Einschränkung des Datenschutz und der Bürger- sowie Grundrechte bedeuten. Das Recht auf Privatsphäre wird in Frage gestellt. Ein Generalverdacht lastet dann auf jedem. Dann hilft auch die oft bemühte Floskel "ich habe doch nichts zu verbergen" gar nichts mehr. Denn die Freiheit sinkt auf ein Minimum, während totale Sicherheit und intelligente Überwachung eine Utopie bleiben werden.
Wie es in dem ersten Beitrag so schön heißt: ein "Menschenbild des Tatverdachts" zerstört Demokratie nachhalitig.
Doch trotz allem Wissen um die Illegalität dieses Projekts in Deutschland, läßt man sich nicht beirren. Es kommt noch schlimmer: Nachdem Deutschland nun also Jahrzehnte lang Waffen exportiert hat, ganz gleich welcher Tyrann in dem jeweiligen Empfängerland gerade herrscht, so soll nun also diese Technologie in "als Zielmärkte interessanten Schwellenländer" exportiert werden.
Das ist nur eins: menschenverachtend!!!
Dies sogar als "Kernziel deutscher Exportpolititk" zu benennen sagt alles zu dem Thema.
Ich schäme mich für Politiker, die solche Entscheidungen treffen. Ich weiß nicht, ob ihr tatsächlich noch ein Gewissen habt, wenn doch dann habt ihr verlernt darauf zu hören. Unfassbar!
weiterer Bericht aus der "Kulturzeit" zum selben Thema:
Innenpolitisch gibt es eigentlich kaum noch Dinge, die mich wirklich schocken. Schließlich erwarte ich von dieser Bundesregierung nichts wirklich Gutes mehr. Doch diese beiden Berichte haben es geschafft.
So weitbist es also schon gekommen. Schlimm genug, welche Dauerüberwachung bereits heute besteht. Daten von jedem Bürger werden dauerhaft erfasst. Richtig problematisch wird das dann, wenn Daten verknüpft werden. Eine Rasterfahndung - höchst umstritten sogar zu Teiten der RAF - ist einfacher denn je geworden.
Nun sorgen weitere Vorstöße von ELENA, einer Krankenversicherungskarte, die alle Krankheitsdaten speichert und verteilt bis hin zu INDECT zu einer weiteren Verschärfung.
INDECT verstößt eindeutig gegen geltendes Recht - das ist den Verantwortlichen aus Industrie und Politik bewusst, doch es stört Niemanden. Mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit wird darauf hingewiesen, es handle sich eben um ein profitables Geschäft. Man geht noch weiter. Ich hoffe natürlich sehr, dass diese Drohnen in Deutschland nicht durchsetzungsfähig sein werden; sonst werde ich dem Land endgültig den Rücken kehren,
Es würde eine massive Einschränkung des Datenschutz und der Bürger- sowie Grundrechte bedeuten. Das Recht auf Privatsphäre wird in Frage gestellt. Ein Generalverdacht lastet dann auf jedem. Dann hilft auch die oft bemühte Floskel "ich habe doch nichts zu verbergen" gar nichts mehr. Denn die Freiheit sinkt auf ein Minimum, während totale Sicherheit und intelligente Überwachung eine Utopie bleiben werden.
Wie es in dem ersten Beitrag so schön heißt: ein "Menschenbild des Tatverdachts" zerstört Demokratie nachhalitig.
Doch trotz allem Wissen um die Illegalität dieses Projekts in Deutschland, läßt man sich nicht beirren. Es kommt noch schlimmer: Nachdem Deutschland nun also Jahrzehnte lang Waffen exportiert hat, ganz gleich welcher Tyrann in dem jeweiligen Empfängerland gerade herrscht, so soll nun also diese Technologie in "als Zielmärkte interessanten Schwellenländer" exportiert werden.
Das ist nur eins: menschenverachtend!!!
Dies sogar als "Kernziel deutscher Exportpolititk" zu benennen sagt alles zu dem Thema.
Ich schäme mich für Politiker, die solche Entscheidungen treffen. Ich weiß nicht, ob ihr tatsächlich noch ein Gewissen habt, wenn doch dann habt ihr verlernt darauf zu hören. Unfassbar!
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Die Zeit drängt
Veränderung hin zu einer direkteren Demokratie brauchen Zeit. Und ich denke es ist auch sinnvoll, um genug Menschen "mitzunehmen", die sich dann auch wirklich engagieren. Schließlich muss erst mal ein Bedürfnis geweckt werden, sich aktiv zu beteiligen und dann zu erkennen, das es etwas bringt.
Ohnehin nur dann, wenn eine Breite der Bevölkerung angesprochen wird.
Jedoch gibt es auch Fragen, die keinerlei Aufschub mehr dulden. Und deswegen gehe ich genau jetzt auf die Straße. Weil ich vermute, das es sich um eine der letzten Möglichkeiten handelt, ein Umdenken einzuleiten. Ansonsten werden gewisse Prozesse nicht mehr umzukehren sein!
Um konkret zu werden als Einführung Auszüge aus einem Beitrag von heute auf spiegel-online:
"Wer Jason Clay bei einem seiner Vorträge zuhört, kann es durchaus mit der Angst um die Menschheit zu tun bekommen. "Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir unseren Planeten im Jahr 2050 nicht mehr wiedererkennen", sagt der Wirtschaftsexperte der Umweltorganisation WWF. Die größte Bedrohung auf der Erde ist laut Clay nicht etwa ein Atomkrieg, eine Superseuche oder die drohende Klimakatastrophe - sondern die Landwirtschaft.(...)
Von einer "untragbaren Last für die Erde" spricht John Sulston, Chef der Bevölkerungsarbeitsgruppe der britischen Royal Society, anlässlich der Vorstellung des Uno-Weltbevölkerungsberichts. "Wir müssen uns überlegen, wie die Erde so viele Individuen versorgen kann."(...)
Die Tragik besteht darin, dass es im Grunde reichlich Nahrung gibt. "Wir könnten sogar neun, zehn, elf Milliarden Menschen satt machen", sagt Joel Cohen von der New Yorker Rockefeller University. "Das Getreide ist da, schon heute." Aber nur 46 Prozent würden gegessen. "34 Prozent werden an Tiere verfüttert, der Rest ist Biosprit und Schmierstoff." Eine Milliarde Menschen habe ständig Hunger. "Kein Wunder, wenn wir mehr als die Hälfte unserer Nahrungsmittel lieber an Vieh und Maschinen als an Menschen verfüttern", meint Cohen.
"In den kommenden 40 Jahren", sagt Clay, "müssen wir die gleiche Menge an Lebensmitteln herstellen wie in den letzten 8000 Jahren zusammen."(...)
Dass ein heftiger Klimawandel mit gravierenden Folgen abgewendet werden kann, ist derzeit unwahrscheinlicher denn je: Die internationalen Bemühungen liegen weitgehend auf Eis, der Treibhausgasausstoß steigt schneller als je zuvor. Was erst geschieht, wenn viele Millionen Menschen in Schwellenländern wie China und Indien Autos und Klimaanlagen benutzen wollen, mögen sich viele Umweltschützer gar nicht vorstellen. Das Ziel, die Erwärmung langfristig auf zwei Grad im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten zu begrenzen, liegt in weiter Ferne.
Der australische Unternehmer und Umweltschützer Paul Gilding glaubt, dass das Problem schlicht zu groß und allumfassend ist, um von den Menschen frühzeitig angegangen zu werden. Denn das würde nicht weniger als einen tiefgreifenden Wandel des gesamten Lebensstils, ja vielleicht sogar des Weltbilds voraussetzen. Realitätsverweigerung sei in einem solchen Fall die natürliche Reaktion."
Der ganze Artikel mit jeweiligen Quellenangaben: spiegel.de: Die Welt ist nicht genug
In Ostafrika zeigt sich das ganze Elend und auch noch weitere Aspekte, die sehr beunruhigend sind:
Man erinnert sich: vor der Küste Somalias werden immer wieder Kreuzfahrt- und Handelsschiffe von "Piraten" gekapert. Woher kommen diese "Terroristen". Vielfach sind es genau die gleichen Menschen, die zuvor Fischer waren, bis es durch die Verklappung von Giftmüll vor der Küste für den Fischfang keine Grundlage mehr gab. Wer will ernsthaft diesen Menschen Vorhaltungen machen, dass es ihnen irgendwann gereicht hat und sie in ihrem Elend sich dort das Nötige holen, von wo auch die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage gekommen ist. Natürlich gibt es dann keine Differenzierung mehr. Selbstverständlich kann das nicht die Lösung sein und inzwischen gibt es dort massive mafiöse Verbindungen. Das "Kapergeschäft" ist professionell geworden. Ich verurteile diese Menschen jedenfalls nicht, auch wenn ich das Ergebnis kaum gutheißen kann.
Kommen wir zu den nächsten Aktueren. Als ich 2001 das erste und einzige Mal in Ostafrika war habe ich mich sehr gewundert dort ein gigantisches chinesisches Straßenbauprojekt vorzufinden. Erst viel später begriff ich, dass das nur zur Schaffung neuer Transportadern diente, um langfristig die Ressourcen Afrikas auszubeuten. Gleichzeitig haben Grundstückspekulanten in großem Stil begonnen Großgrundbesitz aufzukaufen. Verkäufer waren Kleinbauern. Selbst schuld, mag mancher einwerfen, der Gier erlegen. Doch weit gefehlt. Seit Jahren verendet immer mehr Vieh, denn auch die Klimaveränderungen mit Wüstenbildung trifft Ostafrika extrem hart. So blieb vielen Kleinbauern gar nichts mehr übrig als zu verkaufen. Ohne Vieh und Landwirtschaft geht nichts.
Als wäre das nicht alles Strafe genug (wie die Evangelikalen gerne behaupten; Strafe für moralische Schwäche; unglaublich pervers!), so wird auch noch von Spekulanten weltweit mit Termingeschäften im Sekundentakt mit Lebensmitteln gehandelt, mit der Folge, dass die Güter unkontrolliert ansteigen und so für Menschen in bitterer Armut unerschwinglich werden.
Ich schäme mich, Teil in einer Welt zu sein, in der so etwas passieren kann und geduldet wird!
Jean Ziegler bringt es für mich am deutlichsten zum Ausdruck. Er spricht von Mord, da das massenhafte Sterben in Ostafrika und anderswo vermeidbar ist.
Jean Ziegler: Aufstand des Gewissens
Aus den Medien ist das Drama in Ostafrika nahezu vollständig verschwunden, stattdessen geht es um unendliche Debatten, wie der EURO und das SYSTEM, das eben solche Zustände erst ermöglicht, am Leben gehalten wird. Das ist an Perversion nicht mehr zu toppen!
Morgen folgen Gedanken zum Überwachungsstaat.
Wehrt Euch! Diese Umstände sind nicht hinehmbar!
Dienstag, 25. Oktober 2011
Am Wichtigsten ist was uns eint!
In diesen Tagen wird viel über die Vereinnahmung des Protests innerhalb der Bewegung gestritten. Sicher zu recht. Man muss höllisch aufpassen, um sich nicht plötzlich in einen Topf geworfen zu werden, mit
Organisationen die fragwürdige
Motive haben.
Doch bei
aller berechtigter Vorsicht wird darüber leider vielfach das was uns verbindet
vergessen - stattdessen scheint viel interessanter zu sein, was uns trennt.
Damit spielen wir jedoch nur all denen in die Karten, die sich ein Scheitern
der Proteste wünschen.
Das dient
der Sache sicher nicht. Und bei aller notwendigen Abgrenzung schwächt das den
Protest enorm.
Denn nun
muss es erst mal gelingen, die Massen zu organisieren, die sich dann
miteinander real auseinandersetzen. Dabei wir sicher vielen das eine oder
andere missfallen, was der ein oder andere Gesprächspartner sagt, aber das ist
doch nicht entscheidend. Auch nicht, ob jemand sein Fähnlein schwenkt oder
nicht. Zumindest solange nicht, wie man nicht versucht, andere für die
ureigenen Interessen einzuspannen. Sondern wir müssen ins Gespräch kommen. Eine
Fähigkeit, die uns immer mehr abhanden zu kommen scheint.
Noch
bedenklicher ist in die Berichterstattung über die inzwischen weltweiten
Proteste. Noch immer kann ich nicht fassen, wie wenig über die Proteste am 15.
Oktober in den traditionellen Medien berichtet wurde. 750.000 Menschen in
Spanien, eine zum Bersten angefüllte Altstadt von Jerusalem, Und worauf schaut
die Berichterstattung? Auf ein paar hundert Randalierer in Rom. Schon sind die
übrigen friedlich protestierenden 200.000 Menschen vergessen.
Doch es
finden sich auch objektivere Berichte in den Medien, dazu muss man allerdings
etwas graben.
Sehr
interessant, was inzwischen selbst in Magazinen zu finden ist, die sicher nicht
verdächtig sind, linkslastig zu sein.
Bemerkenswert,
wie weit Realwirtschaft und Börsen inzwischen auseinander driften:
"Europas Konzerne haben ihre
Gewinne im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Zu diesem Ergebnis kommt die
aktuelle Studie "Euro 500" des Managermagazins. Die Gewinne der 500
größten börsennotierten Firmen Europas erhöhten sich 2010 um 60 Prozent von
insgesamt 321 auf 514 Milliarden Euro. Der Börsenwert der Unternehmen sank
dagegen bis Ende September 2011 um rund 13 Prozent auf insgesamt 5 680
Milliarden Euro (Vorjahr 6 527 Milliarden Euro)."
Sehr
erfreulich auch, wie deutlich sich Dirk Müller (bekannt als Mister Dax aus der
ARD) äußert:
"Unser Finanzsystem ist am
Ende. In den USA beträgt die Gesamtverschuldung der Bürger, des Staates und der
Industrie bereits 400 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – das ist historisch
einmalig. Das führt dazu, dass ein großer Teil dessen, was die Bürger
erwirtschaften, für Zinsdienste abfließt. Diese Zinsen werden in der Regel nicht
wieder in die Wirtschaft investiert, sondern stapeln sich bei denjenigen, die
bereits sehr viel besitzen. Das soll nicht klassenkämpferisch klingen – ich
gehöre keiner Partei an. Ich erkläre nur, wie das System funktioniert
beziehungsweise dass es nicht ewig funktioniert."
Sogar die
deutsche Bundesbank beschreibt inzwischen die Geldschöpfung aus dem Nichts:
Kommentar
des Autors dieses Beitrags:
"Höchst interessant – und für
Mainstream-Gläubige wohl ein Schlag ins Gesicht. Wir finden hier den
wichtigsten Punkt angesprochen: die Kreditforderung der Bank wird an den Kunden
als Aktivum (Guthaben) gebucht und so Geld aus dem Nichts erzeugt."
"Ausgerechnet die Deutsche
Bundesbank beschreibt die angebliche Verschwörungstheorie einer Geldschöpfung
aus dem Nichts."
Quelle
mit Originalpassagen der Deutschen Bundesbank:
Wie
schwierig sich der Protest in Deutschland gestaltet, darauf geht dieser Beitrag
ein:
„…wenn eifrige
deutsche Beamte nicht alles daran setzen würden, dieses Demokratieexperiment zu
unterbinden. In anderen Ländern überall auf dem Globus machen sie uns längst
vor wie Demokratie geht: Auf die Straße gehen, beginnen wieder richtig
miteinander zu sprechen und erkennen, dass wir zu mehr fähig sind als zu dem
was man uns als „normal“ oder „alternativlos“ verkaufen will.“
Quelle:
In der taz
taucht in einem Beitrag folgende Passage auf:
"Wer ist hier der
Versammlungsleiter?", fragt ein Polizist in die Runde der Demonstrierenden,
die hier unorganisiert auf der Wiese stehen. Versammlungsleiter? Diese Frage
wird noch für Probleme sorgen.
Hunderttausende Menschen
demonstrierten am Wochenende weltweit für "echte Demokratie" und
gegen die Macht der Banken. Auch in Deutschland, international bestaunt für
seine schwächelnden Globalisierungsproteste, schlugen Demonstranten in der
Bankenmetropole Frankfurt ihre Zelte auf, demonstrieren täglich vor dem
Bundestag. Doch eines ist dort anders als bisher: Es fehlen die Fahnen der
Parteien, die Logos von Attac - und auch Gewerkschafter geben sich kaum zu
erkennen. Ein Protest ohne die üblichen Wortführer? Ist das überhaupt eine
"Bewegung"?
Quelle: taz.de: Demos gegen die
Banken
Diese
Erfahrung habe ich auch schon machen „dürfen“. Doch tatsächlich gibt es keine
Versammlungsführer und das ist auch gut so. Es handelt sich nicht um eine
Strategie, um den Auflagen der Polizei zu entgehen, sondern diese Haltung ist
Grundlage der Bewegung. Selbstverständlich wird auch der Protest noch
politischer werden. Doch zuerst einmal muss man sich einmal auf einen verbindenden
Konsens verständigen. Und genau dazu sollen die Treffen dienen! Im Übrigen sehr
bedenklich, wie wenig Spielraum das Versammlungsgesetz bietet. Außerdem
traurig, dass gerade hier in Deutschland die Menschen so stark daran gehindert
werden, Solidarität untereinander zu bekunden. Es handelt sich um einen
internationalen Protest, der Probleme im Auge hat, die dauerhaft auch nur
global zu lösen sind.
Im nächsten Beitrag werde ich konkreter auf diese Probleme eingehen und Vorschläge für entsprechende Positionierungen anderer Blogger und Aktivisten präsentieren.
Weitere
ergiebige und breit gefächerte Quellen zur Information:
Macht Euch Euer eigenes Bild und zeigt Euch vor allem auch auf der Straße!!!
Montag, 24. Oktober 2011
Wer den amerikanischen Traum leben möchte, sollte nach Dänemark ziehen
Interessante Statistiken, die zeigen, welche Effekte eine ungleiche Verteilung des Einkommens auf Gesellschaften haben kann.
zetwalker
Dienstag, 18. Oktober 2011
Die Zukunft des Protests
Der 15. Oktober ist Vergangenheit. Gar nicht so einfach auseinander zu dividieren, was wirklich an diesem Tag geschehen ist und einen Ausblick zu liefern, wohin sich der Protest in naher Zukunft entwickeln wird!
Erst mal sehr erfreulich, dass am 15. mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen sind. Auch wenn ich persönlich mir noch mehr erhofft hätte, so ist dies ein kleines Pfläzchen. Ohnehin war klar dass es sich um einen Anfang handeln würde. Persönliche Vernetzung stand im Vordergrund. Sich zu vergewissern, dass der Protest an Breite gewinnt und dass es sich lohnt weiter zu machen.
Wie nicht anders zu erwarten war, so wird von verschiedensten Interessengruppen versucht, den Protest zu vereinnahmen. Ob nun von der Politik, getarnten Neoliberalisten oder linken Splittergruppen. Eine solche Verreinnahmung muss um jeden Preis verhindert werden. Zuletzt hatte sich gar Frau Merkel mit den Protesten solidarisiert. Beachtlich, Frau Wendehals! Die Banken retten, mit Herrn Ackermann politische Entscheidungen abstimmenund nun aber auch gegen die Banken zu sein. Einfach nur lächerlich!
Eine sehr traurige Randnotiz ist auch, was Wolfram Siener widerfahren ist. Der Sprecher der "Occupy Frankfurt"-Proteste war kurzzeitig zu einiger Bekanntheit gelangt, nachdem er mehrfach im Fernsehen sehr eloquent und deutlich seinen Protest und die dahinterliegende Motivation erläutert hat. Inzwischen ist er von seinem Posten zurückgetreten, nachdem er Morddrohungen gegen sich und seine Familie erhalten hatte. Ein absolutes Unding. Solidarische Grüsse an dieser Stelle!
Doch erstmal ging es ja tatsächlich darum, möglichst viele Menschen zu mobilisieren. Für die Zukunft gilt es allerdings konkretere Forderungen zu stellen und zwar nicht nur was die dringend benötigte Regulierung der Finanzmärkte angeht. An diesem Punkt halte ich die 99%-Rufe auch für nicht zielführend. Zumindest nicht auf Dauer. Denn schließlich bringt es nichts, die Banker als Feindbilder zu stilisieren. Die Gier mancher Zocker isttatsächlich ekelhaft, aber letztlich sind sie nichts anderes als Profiteure eines korrupten Systems, das Ideale hat, die Zockern in die Karten spielen. Es geht um einen Systemwandel. Und mit einer Regulierung der Finanzmärkte wäre viel gewonnen, aber man sollte nicht dem Trugschluss aufliegen, darum wäre gleich alles gut.
Nichtsdestotroz sehr interessant die Einkommensentwicklung seit den 80`ern an der Wall Street. Während damals noch ein nachvollziehbares Verhältnis bestand, so verdient der durchschnittliche Angestellte an der Wall Street mit 361.000 Dollar fast sechsmal so viel wie der durchschnittliche Angestellte in New York City, der 66.000$ verdient.
Unerträglich und abstoßend finde ich die Tatsache, dass noch immer mit Nahrungsmitteln spekuliert wird. Das ist ein unglaublicher Skandal, der jeden von uns wütend machen müsste:
spiegel.de: Rohstoffspekulation: Foodwatch gibt Ackermann Mitschuld an Hungersnöten
Spannend auch, was Jean Ziegler zu sagen hat. In der aktuellsten Ausgabe von ttiel-thesen-temperamente wird auch seine unglaubliche Biographie nachgezeichnet. Mein höchster Respekt für diesen Mut!
ttt: Jean Ziegler: Wie der Rebell vom Genfer See die Welt wachrüttelt
Ein Systemwandel wird nicht von heute auf morgen geschehen, aber es gibt Themen, die sind so drängend, dass ihre Lösung schnell gefunden werden muss. Und damit ziele ich vor allem auf ökologische Nachhaltigkeit ab. 2011 wird das Jahr sein, in dem der Energieverbrauch auf dem Planeten erneut einen unrühmlichen Höhepunkt erreichen wird. Das muss man sich einmal klar machen, so erfreulich die technischen Fortschritte bei den erneuerbaren Energien sind. Doch diese neuen Techniken müssen gefördert werden, vielleicht muss man sie sogar verpflichtend machen.
Denn während Evolutionen Zeit brauchen, so ist die Frage, wieviel Zeit wir tatsächlich haben, bevor der rasante Ressourcenschwund zuunumkehrbaren Folgen führen wird.
Und es wird Zeit für ein anderes Miteinander. Die soziale Kälte in Deutschland finde ich unerträglich. Es scheint vielen tatsächlich noch nicht schlecht genug zu gehen. Natürlich sind die Probleme in den U.S.A. ungleich größer. Wo viele Menschen keine Krankenversicherung haben und es bei weitem kein so "gutes" soziales Netz gibt wie hier. Doch ist das Netz hier wirklich noch so gut. Sollte man sich hierzulande umgekehrt mit den U.S.A. oder gar Entwicklungsstaaten vergleichen?
Ich denke nein. Warum sollte sich unser Blick auf Staaten richten, in denen es schlechter läuft?
Der Sozialabbau und die Diskriminierung derer, die Sozialabgaben beziehen, muss dringendst gestoppt werden. Noch immer gibt es keinen Mindestlohn, vom Grundeinkommen mal ganz zu schweigen!
Es gibt vieles, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Also bleibt dran Veränderungen brauchen Zeit, sind aber möglich. Jedoch nur über das Engeagment und Wachsamkeit Vieler!
Gerne verweise ich auch noch auf den Politikblog von jacob Jung, der wie einige weitere auch Aufnahme in den Blogroll gefunden hat. Im neuesten Beitrag versucht er sich in einem vieldimensionales Manifest, dem ich durchaus zustimmen kann. Werde meine Überlegungen dazu in Kürze niederschreiben.
Sehr interessant auch, was Ernst Prost und Dirk Müller, bei Lanz zu sagen haben. Hätte nie, gedacht, dass ich mal Lanz empfehlen würde...
Ein brillianter satirischer Informationsfilm, der aus der Perspektive von ausserirdischen Eroberern einen Blick auf unser Geld- und Bankensystem wirft, sei außerdem wärmsten empfolhlen.
Solidarische Grüsse von Mr. Coconutyoga an alle die noch ausharren oder sich andersweitig engagieren!!!
Erst mal sehr erfreulich, dass am 15. mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen sind. Auch wenn ich persönlich mir noch mehr erhofft hätte, so ist dies ein kleines Pfläzchen. Ohnehin war klar dass es sich um einen Anfang handeln würde. Persönliche Vernetzung stand im Vordergrund. Sich zu vergewissern, dass der Protest an Breite gewinnt und dass es sich lohnt weiter zu machen.
Wie nicht anders zu erwarten war, so wird von verschiedensten Interessengruppen versucht, den Protest zu vereinnahmen. Ob nun von der Politik, getarnten Neoliberalisten oder linken Splittergruppen. Eine solche Verreinnahmung muss um jeden Preis verhindert werden. Zuletzt hatte sich gar Frau Merkel mit den Protesten solidarisiert. Beachtlich, Frau Wendehals! Die Banken retten, mit Herrn Ackermann politische Entscheidungen abstimmenund nun aber auch gegen die Banken zu sein. Einfach nur lächerlich!
Eine sehr traurige Randnotiz ist auch, was Wolfram Siener widerfahren ist. Der Sprecher der "Occupy Frankfurt"-Proteste war kurzzeitig zu einiger Bekanntheit gelangt, nachdem er mehrfach im Fernsehen sehr eloquent und deutlich seinen Protest und die dahinterliegende Motivation erläutert hat. Inzwischen ist er von seinem Posten zurückgetreten, nachdem er Morddrohungen gegen sich und seine Familie erhalten hatte. Ein absolutes Unding. Solidarische Grüsse an dieser Stelle!
Doch erstmal ging es ja tatsächlich darum, möglichst viele Menschen zu mobilisieren. Für die Zukunft gilt es allerdings konkretere Forderungen zu stellen und zwar nicht nur was die dringend benötigte Regulierung der Finanzmärkte angeht. An diesem Punkt halte ich die 99%-Rufe auch für nicht zielführend. Zumindest nicht auf Dauer. Denn schließlich bringt es nichts, die Banker als Feindbilder zu stilisieren. Die Gier mancher Zocker isttatsächlich ekelhaft, aber letztlich sind sie nichts anderes als Profiteure eines korrupten Systems, das Ideale hat, die Zockern in die Karten spielen. Es geht um einen Systemwandel. Und mit einer Regulierung der Finanzmärkte wäre viel gewonnen, aber man sollte nicht dem Trugschluss aufliegen, darum wäre gleich alles gut.
Nichtsdestotroz sehr interessant die Einkommensentwicklung seit den 80`ern an der Wall Street. Während damals noch ein nachvollziehbares Verhältnis bestand, so verdient der durchschnittliche Angestellte an der Wall Street mit 361.000 Dollar fast sechsmal so viel wie der durchschnittliche Angestellte in New York City, der 66.000$ verdient.
Unerträglich und abstoßend finde ich die Tatsache, dass noch immer mit Nahrungsmitteln spekuliert wird. Das ist ein unglaublicher Skandal, der jeden von uns wütend machen müsste:
spiegel.de: Rohstoffspekulation: Foodwatch gibt Ackermann Mitschuld an Hungersnöten
Spannend auch, was Jean Ziegler zu sagen hat. In der aktuellsten Ausgabe von ttiel-thesen-temperamente wird auch seine unglaubliche Biographie nachgezeichnet. Mein höchster Respekt für diesen Mut!
ttt: Jean Ziegler: Wie der Rebell vom Genfer See die Welt wachrüttelt
Ein Systemwandel wird nicht von heute auf morgen geschehen, aber es gibt Themen, die sind so drängend, dass ihre Lösung schnell gefunden werden muss. Und damit ziele ich vor allem auf ökologische Nachhaltigkeit ab. 2011 wird das Jahr sein, in dem der Energieverbrauch auf dem Planeten erneut einen unrühmlichen Höhepunkt erreichen wird. Das muss man sich einmal klar machen, so erfreulich die technischen Fortschritte bei den erneuerbaren Energien sind. Doch diese neuen Techniken müssen gefördert werden, vielleicht muss man sie sogar verpflichtend machen.
Denn während Evolutionen Zeit brauchen, so ist die Frage, wieviel Zeit wir tatsächlich haben, bevor der rasante Ressourcenschwund zuunumkehrbaren Folgen führen wird.
Und es wird Zeit für ein anderes Miteinander. Die soziale Kälte in Deutschland finde ich unerträglich. Es scheint vielen tatsächlich noch nicht schlecht genug zu gehen. Natürlich sind die Probleme in den U.S.A. ungleich größer. Wo viele Menschen keine Krankenversicherung haben und es bei weitem kein so "gutes" soziales Netz gibt wie hier. Doch ist das Netz hier wirklich noch so gut. Sollte man sich hierzulande umgekehrt mit den U.S.A. oder gar Entwicklungsstaaten vergleichen?
Ich denke nein. Warum sollte sich unser Blick auf Staaten richten, in denen es schlechter läuft?
Der Sozialabbau und die Diskriminierung derer, die Sozialabgaben beziehen, muss dringendst gestoppt werden. Noch immer gibt es keinen Mindestlohn, vom Grundeinkommen mal ganz zu schweigen!
Es gibt vieles, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Also bleibt dran Veränderungen brauchen Zeit, sind aber möglich. Jedoch nur über das Engeagment und Wachsamkeit Vieler!
Gerne verweise ich auch noch auf den Politikblog von jacob Jung, der wie einige weitere auch Aufnahme in den Blogroll gefunden hat. Im neuesten Beitrag versucht er sich in einem vieldimensionales Manifest, dem ich durchaus zustimmen kann. Werde meine Überlegungen dazu in Kürze niederschreiben.
Sehr interessant auch, was Ernst Prost und Dirk Müller, bei Lanz zu sagen haben. Hätte nie, gedacht, dass ich mal Lanz empfehlen würde...
Ein brillianter satirischer Informationsfilm, der aus der Perspektive von ausserirdischen Eroberern einen Blick auf unser Geld- und Bankensystem wirft, sei außerdem wärmsten empfolhlen.
Solidarische Grüsse von Mr. Coconutyoga an alle die noch ausharren oder sich andersweitig engagieren!!!
Freitag, 14. Oktober 2011
Dienstag, 11. Oktober 2011
Ein Recht auf Stadt

Eine erneute und vor allem sehr aktuelle Dokumentation zum Thema Gentrifizierung. Besserverdienende und Businessmenschen entdecken den Kiezschick auf St. Pauli und verdrängen munter weiter Alteingesessene und ihre Alltagskultur. Der ZDF-Reporter Wolf-Christian Ulrich möchte dieser Entwicklung auf den Grund gehen und protestiert vor Ort für ein "Recht auf Stadt!"
Montag, 10. Oktober 2011
Empört Euch!
Der 15. Oktober rückt immer näher. Die Spannung steigt bei mir mit jedem Tag. Nicht, dass ich die große Weltrevoltion erwarte, die mancher herbeischreiben möchte. Nein, ich hoffe viel mehr auf eine Evolution, über eine langsam voranschreitende grundlegende Veränderung der Machtverhältnisse auf diesem Planeten...
Ein hehres Ziel...
Nach wie vor wird der Protest noch immer auffällig missachtet von den traditionellen Medien.
Neben der taz macht der Webauftritt der Tagesschau eine erfreuliche Ausnahme.
So existiert hier eine kommentierte Linkliste zu dem Protest.
Auf tagesschau.de außerdem zu finden ist der Artikel Wall-Street-Kritiker kündigen heißen Herbst an und ein kurzen Korrospondentenbeitrag vom selben Autor, der versucht, die Bewegung einzuordnen.
Was mich erstaunt ist, wie wenig sich der Internetauftritt des Spiegel sich diesem Thema widmet.
In der taz wird auch auf die geplanten Protestaktionen in deutschen Städten eingegangen. Dass Lafontaine zu den Protesten aufruft, ist für mich nur eine Randnotiz. Sosehr ich in den Reihen der Partei "Die Linke" noch am ehesten Politiker sehe, die darüber sprechen, worum es wirklich geht, so unmöglich ist für mich die Person Lafontaine nach wie vor. So sehr er manchmal durchaus den Punkt treffen mag, so widerwärtig ist mir sein Populismus. Der Protest lässt sich nicht vereinnahmen. Dennoch bleibt mir ein Aufruf von ATTAC näher, da es bei dem Protest um viele Eckpunkt der Politik dieser Bewegung geht.
Was mir an Anonymus trotz einer gewissen Verbundenheit nicht gefällt, ist alleine schon der Satz: "we will not forgive". Doch, ich denke, das wird nötig sein. Nicht zu vergessen, ist notwendig, aber ohne die Bereitschaft auch Menschen mit offenen Armen zu empfangen, die sich von ihrer Gier, das das bestehende System explizit unterstützt (Geiz ist geil!"), haben treiben lassen, bewegen wir uns auf ganz dünnem Eis! Wir alle tragen dieselbe Gier in uns!
Es darf nicht um Rache gehen. Da sind wir ganz schnell wieder beim Faschismus.
Und dieser Gefahr muss sich eine jede Bewegung stellen.
Doch es geht um eine Veränderung hin zu mehr Basisdemokratie. Diese ist viel näher herangerückt durch die Möglichkeiten der Venetzung. Es lässt sich sehr viel leichter abstimmen, was wirklich sinnvoll erscheint.
Doch mindestens genauso wichtig sind die sehr viel direkteren Möglichkeiten zur Informationsebschaffung. Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um sich selbst Quellen zu erschließen, diese zu vergleichen und so zu einer eigenen Meinungsbildung zu gelangen. Es lässt sich viel weniger verschleiern. Wichtige Informationen gehen in Sekundenbruchteilen um den Erdball, ganz gleich ob es Mächtige gibt, die diese Informationen zurückhalten möchten.
Bei aller Vorsicht, die man walten lassen sollte, möchte ich ganz deutlich dazu aufrufen, sich am 15. Oktober zu zeigen. Auf den STtraßen. Denn sonst bleibt die ganze Vernetzung am Ende stumpf.
Niemand muss sich vereinnahmen lassen. Es geht darum, reele Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und gemeinsam zu überlegen, welche Veränderungen kurz- vor allem aber mittelfristig zu erreichen sind und wie.
Letztlich liegt es bei jedem Einzelnen, sich zu überlegen, ob er Gründe hat, sich am 15. Oktober zu solidarisieren. Zu sprechen. Zu zeigen, dass viele empört sind darüber, dass ein zum scheitern verurteiltes Wachstumsmodell keine Antwort bietet zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
Sondern nichts anderes darstellt als Raubbau an den endlichen Ressourcen dieses Planeten.
Es wird Zeit für ein neues Gesellschaftsmodell, in dem Arbeit und Reichtum wieder sinnvoll aufgeteilt wird. Wie wir vor allem wie der gegenseitige Umgang miteinander zukünftig aussehen soll.
Wie wir die Kälte der Konkurrenz innerhalb der Gesellschaft überwinden können.
Doch jeder soll seine ganz eigene Motivation mitbringen, um Farbe zu bekennen.
Die Zeit ist reif!!!
weiterführende Links:
Huffington Post: Occupy Wall Street
die wohl beste Quelle über die Proteste in den U.S.A.
sein.de - Von der Wallstreet in die Welt: Die Revolution wächst
hier finde ich zurzeit die interessantesten Gesellschaftsanalysen
RAP NEWS 7: #Revolution spreads to America
Ich liebe bereits die Rap News...
SZ: Bürger gegen Finanzindustrie: Steht endlich auf und empört euch!
Auch die Süddeutsche macht eine angenehme Ausnahme in der deutschen Berichterstattung
wer sich über geplante Demonstrationen informieren möchte, sei verwiesen auf:
15october.net
auf FB: Aktuelle Demo-Termine "Echte Demokratie jetzt!"
Sonntag, 9. Oktober 2011
Occupy Wall Street: The Most Important Thing in the World Now
Rede von Naomi Klein zu den Protestierenden von Occupy Wall Street. Lesenswert!
Occupy Wall Street: The Most Important Thing in the World Now
Occupy Wall Street: The Most Important Thing in the World Now
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