Sonntag, 29. Mai 2011

Interview mit Facebook-Mitarbeiterin über Masterpasswörter, Datenschutz und Hyper-PHP

Dass Facebook die Nutzer ausspioniert, weiß man ja schon länger. Lest doch mal dieses Interview von 2010. Da wird Mißbrauch deutlich!

Ein paar Auszüge aus dem Interview :

Rumpus:
Würdest du davon ausgehen, dass Facebook-Mitarbeiter die Privatnachrichten der Nutzer lesen?

Mitarbeiterin:
Also die Sache ist – und ich weiß nicht, wie viel du darüber weißt – alles ist in einer Datenbank im Backend gespeichert. Buchstäblich alles. Deine Nachrichten, egal ob gelöscht oder nicht, sind in unserer Datenbank. Ich kann also einfach eine Datenbankabfrage starten und mir alles ansehen, ohne mich in deinen Account einzuloggen. Das ist der Punkt, den die meisten Leute nicht verstehen.

Rumpus: Gut, aber was sagst du zu den letzten beiden Geschichten, Facebook Beacon und die “Terms of Service“-Diskussion


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Rumpus:
Gut, aber was sagst du zu den letzten beiden Geschichten, Facebook Beacon und die “Terms of Service“-Diskussion ?

Mitarbeiterin:
Es ist schwer einzuschätzen, wie die Nutzer auf neue Dinge reagieren. Wir sind in Sachen Beta-Testsystem einfach noch nicht gut genug. Wenn eine Gruppe von 20 Entwicklern an einem Projekt arbeitet, dann halten sie es für das tollste und einwandfreiste Feature der Welt und bauen es sofort. , Der Projektmanager nickt die Sache nur noch ab. Ursprünglich ging es sofort live, wenn das der Fall war. Mochten die User das neue Feature aber nicht, wurde es einfach wieder zurückgenommen. Das war eben unsere Strategie: „Trial and Error“. Heutzutage fangen wir erst mit psychologischen Analysen an, lassen dann…

Rumpus:
Ernsthaft?

Mitarbeiterin:
Ja logisch, ist das so überraschend? Wir nutzen “eye-tracking” um zu erfassen, wohin die Augen sehen, wenn du auf Facebook surfst.

Rumpus:
Welches Nutzerverhalten wird denn noch so mitgespeichert, ohne dass es offensichtlich für den User ist?

Mitarbeiterin:
Wir speichern alles. Jeder Bildaufruf, jede Person mit der du in Verbindung gebracht wirst, jeden Eintrag den du schreibst.

Das ganze Interview findet ihr hier..
[elcario.de]

Kommentare:

  1. Ein sehr beängstigendes Interview.Aber was hat man für eine Wahl?Klar,ich kenne viele die sich Fb verweigern.Doch:
    "Wenn ich kein Facebook habe,mich verweigere,tauche ich gar nicht auf.Die digitale Existenz wird Grundlage für jede Kommunikation."
    Habe das Interview bei Fb gepostet,denn eine Sensibilisierung der Nutzer über ihre Daten ist sehr wichtig. :-D (Vorsicht!!! Galgenhumor!!!)

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  2. Hab gerade keine Zeit das gesamte Interview zu lesen. Aber wer sich ein wenig mit Technik auskennt, dem ist doch klar, dass man mit Zugriff auf die Datenbank alles lesen kann.... ist doch die Frage, wie viel Leute den entsprechenden Zugriff erhalten.

    Das Facebook Daten auswertet ist doch deren gutes Recht. Die User erwarten Facebook kostenlos zu nutzen, wie soll den FB die Programmierer, Infrastruktur etc. bezahlen? Nur über Ads geht das bei den ganzen Ad-Blockern die im Umlauf sind auch nicht. Programmcode ist auch Ware, die genau so auch bezahlt werden muss. Finde diese ganze "Software/Webseiten" muss kostenlos sein Mentalität total dämlich ...

    So long, Gilad

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  3. Ich sehe eigentlich überhaupt nicht, warum irgendein Mitarbeiter von Facebook Anrecht darauf haben sollte, private Inhalte einsehen zu dürfen und das auch noch ohne mein Wissen.
    Gerade weil das technisch möglich ist, muss das doch überwacht werden. Meine privaten Daten muss FB jedenfalls nicht auswerten, um Geld mit Werbung zu verdienen... Das macht es sicher einfacher für FB...Aber ich halte es für unzulässig.
    Natürlich muss sich FB finanzieren, aber ich bin überzeugt, dass deren Management gutes Geld verdienen kann OHNE persönliche Daten. Sondern schlicht als Werbeplattform.
    Dass die meisten Inhalte im Netz kostenlos sind, finde ich gut. So kann jeder die Inhalt nutzen, ganz gleich welchen sozialen Status er hat. Das ist doch gerade das tolle am Internet... Wobei ich akzeptieren kann, wenn Seiten wie Spiegel-online viele Gratsinhalte haben und ein paar spezielle Artikel Geld kosten. Natürlich muss sich so ein Webauftritt rechnen auf Dauer!

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  4. Aber wichtig ist definitiv darüber nachzudenken, welche Inhalte man selber einstellt! Im übrigen auch unter welchem Namen...
    Trotzdem finde ich zum Kotzen, dass CHatverläufe und private Nachrichten auf den Servern gespeichert werden und das selbst dann, wenn ich meinen Account löschen sollte.

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